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Spanien trauert um Todesopfer der U-Bahnkatastrophe

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Spanien trauert um Todesopfer der U-Bahnkatastrophe

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In der Kathedrale von Valencia hat die offizielle Trauerfeier für die 41Todesopfer des schwersten U-Bahn-Unglücks in der Geschichte Spaniens begonnen. Außer den Angehörigen nahmen auch König Juan Carlos und Königin Sofia daran teil.

Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero brach wegen des Unglücks einen Indien-Besuch ab. Auch er reiste nach Valencia, um an der Trauerfeier teilzunehmen.

Viele Spanier fühlen sich an die Terroranschläge auf Vorstadtzüge in Madrid erinnert. Am 11. März 2004 waren dabei 191 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt worden.

Diesmal jedoch wurde ein Anschlag als Ursache für das Unglück ausgeschlossen. Die Regionalregierung wies Vorwürfe über Sicherheitsmängel zurück. Bahngewerkschaften kritisierten dennoch, das 18 Jahre alte U-Bahnnetz der Stadt sei veraltet und werde schlecht gewartet.

Außerdem sei der Lokführer unzureichend auf seine Tätigkeit vorbereitet worden. Er habe lediglich eine zweiwöchige praktische Einweisung erhalten. Auch einen Schwächeanfall schlossen die Behörden nicht aus.

Der Mann sei erst seit einem halben Jahr als Lokführer eingesetzt worden und habe nicht angemessen auf die Situation reagieren können.

Wegen des katholischen Weltfamilientreffens und des Besuchs von Papst Benedikt XVI. an diesem Wochenende in Valencia sind Hunderttausende Pilger in der Stadt. Viele von ihnen schlossen sich den Gedenken an. Andere legten Blumen vor den Eingang der U-Bahnstation, in deren Nähe sich das Unglück ereignete.