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Israel will verstärkt gegen militante Palästinenser vorgehen

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Israel will verstärkt gegen militante Palästinenser vorgehen

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Israel will nach dem ersten palästinensischen Raketenangriff auf eine größere Stadt seine eigenen Angriffe verstärken.

Das so genannte Sicherheitskabinett billigte neue Einsätze im Gazastreifen und im Westjordanland.

Unter anderem sollen Einrichtungen der Hamas-Bewegung getroffen werden, die die Palästinenser regiert. Israel will aber auch Bewegungsfreiheit militanter Palästinenser einschränken.

Das soll auch die Entführer des israelischen Soldaten behindern. Der Neunzehnjährige war vor rund zehn Tagen bei einem Angriff auf einen Grenzposten verschleppt worden. Eine israelische Zeitung schreibt, er werde im Gazastreifen in einem unterirdischen Bunker gefangengehalten.

Ministerpräsident Ehud Olmert ließ mitteilen, nach der Entführung und den neuen Raketenangriffen werde man gegenüber Hamas und der Palästinenserbehörde jetzt die Spielregeln ändern.

Am Dienstag war eine Kleinrakete im Zentrum von Aschkelon eingeschlagen, einer israelischen Küstenstadt mit 120 000 Einwohnern. Sie traf eine Schule; verletzt wurde niemand. Zu dem Angriff bekannten sich die Kassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas.

Palästinenser wie hier in Rafah im Gazastreifen demonstrierten gegen westliche Länder, denen sie angesichts von Israels Offensive eine passive Haltung vorwerfen.