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"Schicksalswahl" in Mazedonien


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"Schicksalswahl" in Mazedonien

Von einer Schicksalswahl sprechen viele, auch von einer Bewährungsprobe – sie alle meinen die heutige Parlamentswahl in Mazedonien. 1,7 Millionen Menschen waren dazu aufgerufen; der Wahltag war arbeitsfrei.

Zur Wahl stand zum einen das regierende Bündnis unter Führung der Sozialdemokraten. Ministerpräsident Vlado Buckovski hält es sich nach vier Jahren Regierungszeit vor allem zugute, dass Mazedonien jetzt auf dem Weg in die NATO und in die Europäische Union ist.

Das Land ist seit Dezember offizieller EU-Beitrittskandidat – auch wenn es bis zu Verhandlungen noch lange dauern kann.

Die Opposition unter Nikola Grujevskis bürgerlicher VMRO-Partei hält der Regierung dagegen die schwache Wirtschaft vor, vor allem die niedrigen Löhne und die extrem hohe Arbeitslosigkeit.

Aber nicht, was die Mazedonier wählen, sondern wie sie wählen – erst dadurch wird dieser Tag zur Bewährungsprobe. EU, USA und NATO achten sehr genau darauf, ob diese Wahl auch wirklich frei und fair verlaufen ist.

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