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Hauchdünne Wahlentscheidung in Mexiko

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Hauchdünne Wahlentscheidung in Mexiko

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Tage nach der Präsidentenwahl in Mexiko wird die Auszählung zu einem Nervenkrieg. Mehr als 99 Prozent der Wahlprotokolle sind inzwischen überprüft worden, seit Mittwoch früh rund um die Uhr. Das Ergebnis bestätigt eine hauchdünne Niederlage für den linksgerichteten Kandidaten Andres Manuel Lopez Obrador. Viele seiner Anhänger sind bitter enttäuscht; einige glauben, das Ergebnis sei nur durch Korruption zustandegekommen.

Lopez Obrador will das Ergebnis vor dem Wahlgericht anfechten und damit erreichen, dass statt der Wahlprotokolle jede einzelne Stimme noch einmal überprüft wird. Erneut sprach er von Unregelmäßigkeiten und rief seine Anhänger für Sonnabend zu einer Großdemonstration in Mexiko-Stadt auf.

Der konservative Kandidat Felipe Calderon erklärte sich dagegen wie schon direkt nach der Wahl zum Sieger. Hunderte von Anhängern feierten vor seinem Wahlhauptquartier die Neuigkeit. Calderon selbst gab sich versöhnlich: Besonders jetzt bekräftige er seine Anerkennung und seinen Respekt gegenüber allen, die seine Gegner gewesen seien.

Sobald die Neuauszählung abgeschlossen ist, kann sich das Wahlgericht mit Einwänden befassen. Bis zum 6. September müssen die Richter einen Sieger bestimmt haben. Diese Entscheidung ist dann endgültig.