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Israelische Armee in nördlichen Gazastreifen eingerückt

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Israelische Armee in nördlichen Gazastreifen eingerückt

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Bei den schwersten Kämpfen seit Beginn der israelischen Offensive im Gazastreifen vor gut einer Woche sind mindestens 15 Palästinenser getötet worden. In den frühen Morgenstunden rückte die Armee mit Panzern und Bodentruppen auch in den Norden des Gazastreifens ein. Dort will das Militär den Beschuss israelischer Grenzorte durch palästinensische Kassam-Raketen unterbinden. Seit Dienstagabend waren mehrere solcher Kleinraketen in der Küstenstadt Aschkelon eingeschlagen; es waren die ersten palästinensischen Raketenangriffe auf eine größere israelischen Stadt. Die Armee drang bis zu den im vergangenen Jahr geräumten israelischen Siedlungen vor. Israelische Sprecher betonten jedoch, es handele sich um einen
begrenzten Einsatz, man plane keineswegs eine Wiedereroberung des Gazastreifen. Auch ein Eindringen in dicht bevölkerte Gegenden sei nicht vorgesehen. Die Armee rechnet damit, dass die Offensive mehrere Wochen dauern könnte.
Israel will mit der Offensive die Freilassung eines verschleppten israelischen Soldaten erreichen. Der 19-jährige Gilad Schalit war am 25. Juni von palästinensischen Extremisten entführt worden.