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Wahl in Mazedonien bringt Machtwechsel

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Wahl in Mazedonien bringt Machtwechsel

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Mazedonien steht erneut vor einem Machtwechsel. Sieger der Parlamentswahl ist die national-konservative Opposition unter Nikola Gruevski. Sein Parteienbündnis bekam nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 32 Prozent der Stimmen. Die bisher regierende Koalition unter Führung von Vlado Buckovskis Sozialdemokraten kam auf 23 Prozent. Mazedonien, der südlichste Teil des früheren Jugoslawien, hat mit dieser Wahl aber auch einen Test bestanden: Sowohl NATO als auch Europäische Union hatten freie und faire Wahlen gefordert.

Staatspräsident Branko Crvenkovski zeigte sich zufrieden: “Ich hoffe, wir bekommen dafür gute Noten aus Brüssel,” sagte er; “damit kann Mazedonien seinen Weg in die EU und in die NATO fortsetzen.” Aber auch im Land selbst steht die neue Regierung vor großen Aufgaben, vor allem angesichts extrem hoher Arbeitslosigkeit. Die Armut sei unerträglich, sagt zum Beispiel dieser Mann noch im Wahllokal. Mit einem Regierungswechsel hat er deswegen gerechnet.

Und eine Frau nennt nach der Stimmabgabe einfache Wünsche: Höhere Renten, mehr Arbeit und höhere Löhne. Der Wahlsieger Nikola Gruevski sagte, Mazedonien müsse vieles nachholen, was in fünfzehn Jahren versäumt wurde. Er kündigte eine schnelle Regierungsbildung an. Auch die neue Regierung will Mazedonien so bald wie möglich in die EU bringen. Seit Dezember ist das Land offiziell ein Beitrittskandidat; wann es zu Gesprächen kommt, ist aber unklar.