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Milliardenstrafe für US-Tabakindustrie vor Gericht abgewehrt

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Milliardenstrafe für US-Tabakindustrie vor Gericht abgewehrt

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Die amerikanische Tabakindustrie hat eine drohende Strafzahlung in Milliardenhöhe abgewendet. Das Höchte Gericht des Bundesstaates Florida bewertete das Urteil einer niedrigeren Instanz als überzogen und hob es auf. Für die Tabakkonzerne ist es ein großer Sieg. Sie waren im Jahre 2000 zur Zahlung von 145 Milliarden Dollar verurteilt worden, – der höchsten Strafsumme, die je von einem Geschworenengericht verhängt wurde.

Betroffen waren die Altria Group, zu der der Marlboro-Hersteller Philip Morris gehört, sowie Reynolds American, Brown and Williamson, Lorillard Tobacco und die Liggett Group. Das Verfahren begann vor zwölf Jahren mit einer Sammelklage von 700.000 Rauchern in Florida. Im ersten Urteil entschied ein Geschworenengericht, dass die fünf beklagten Firmen die Gefahren des Rauchens verschwiegen hatten. Eine Berufungsinstanz erklärte das Urteil im Jahre 2003 für exzessiv und somit nichtig, doch ein Kinderarzt und vier weitere Raucher zogen vor das Obersten Gericht, wo sie nun scheiterten. Daraufhin zogen die Aktien der Tabakfirmen an, die Altria-Papiere um fast sechs Prozent.