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Mindestens 41 sunnitische Iraker sind in Bagdad erschossen worden

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Mindestens 41 sunnitische Iraker sind in Bagdad erschossen worden

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Maskierte und bewaffnete schiitische Männer haben im westlichen Stadtteil Bagdads, nahe des Flughafens, Autos angehalten und dann ihre Opfer nach Namen und Ausweisen ausgewählt. Zudem hätten Bewaffnete in den Straßen wahllos um sich geschossen, so Augenzeugen.

“Welches Verbrechen haben meine Leute begangen, frage ich? Selbst der Garagenpächter ist getötet worden. Er ist unschuldig. Die Regierung muß etwas dagegen tun.” Das Blutbad scheint ein Racheakt für einen Anschlag auf eine schiitische Moschee zu sein, bei der gestern drei Menschen getötet wurden.

“ Ich habe gerufen und sie haben gesagt, ich finde meinen Mann im Leichenschauhaus. Muss das so sein? Ist das der Islam? Lasst die Fremden nicht mit uns spielen.” In den vergangenen Monaten hat die Gewalt zwischen der schiitischen Mehrheit und den Sunniten, der grössten Minderheit im Land, zugenommen.

Schiitische Extremisten haben schon mehrfach Uniformen irakischer Sicherheitskräfte benutzt und
Straßensperren errichtet.