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Urteil gegen Edith Cresson

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Urteil gegen Edith Cresson

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Die frühere EU-Kommissarin Edith Cresson wird nicht wegen Günstlingswirtschaft im Amt bestraft. Die 72 Jährige wird weiter ihre vollen Rentenbezüge erhalten. Dies entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Die Eu- Kommission hatte eine Kürzung der Rente verlangt. Das Gericht in Luxemburg sagte in seiner Urteilsbegründung, Cresson habe sich zwar einer schweren Pflichtverletzung schuldig gemacht, die Feststellung allein sei jedoch schon Sanktion genug.
In ihrer Zeit als Kommissarin für Wissenschaft hatte Cresson einen befreundeten Zahnarzt als Berater eingestellt; einem befreundeten Anwalt soll sie Aufträge zugeschanzt haben. Der Korruptionsfall Cresson und andere zwangen 1999 die gesamte EU-Kommission unter Präsident Jacques Santer zum Rücktritt. Die heute 72-jährige Cresson erhält unbestätigten Angaben zufolge für ihre Zeit in der EU-Kommission von 1995 bis 1999 eine Pension von 3600 Euro.