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Rakentenhagel auf Nordisrael

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Rakentenhagel auf Nordisrael

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Im Norden Israels schlugen seit den frühen Morgenstunden des Donnerstag mehr als 60 aus dem Libanon abgefeuerte Katjuscha-Raketen ein. In Naharija wurde eine Frau durch einen direkten Treffer in ihrem Wohnhaus getötet, mehr als 90 Personen wurden in zahlreichen Ortschaften Nordisraels verwundet, viele von ihnen nur leicht.

Bis zu 20 Kilometer südlich der Grenze schlugen Katjuscha-Raketen ein. So tief auf israelischem Territorium wie nie zuvor. Am Abend wurde erstmals auch Haifa getroffen.

Das von deutschen Juden in den 30er Jahren geründete Naharija glich einer Geisterstadt; die Behörden hatten die Bevölkerung aufgerufen die Schutzräume aufzususchen. Das zuständige Heimatschutzkommando ordnete die Schließung aller Hotels und Pensionen in dem beliebten Ferienort an.

Die Hisbollah drohte Israel mit Vergeltungsschlägen auf Haifa, sollte die israelische Luftwaffe Hisbollah-Büros in Beirut angreifen. Nach Angaben der israelischen Armee soll die Hisbollah im Besitz zahlreicher Raketen sein, deren Reichweite sich bis nach Haifa und Tiberias erstreckt. Sollten diese eingesetzt werden, erwägt das Oberkommando eine Bodenofensive im Südlibanon.