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Israelis verbringen die Nacht in Schutzräumen

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Israelis verbringen die Nacht in Schutzräumen

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Im Norden Israels sind mehrere Orte durch Raketen der libanesischen Hisbollah-Miliz beschossen worden. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschaden. Drei Menschen kamen allerdings auch ums Leben: einer in Naharija, einem beliebten Badeort an der Mittelmeerküste, und zwei in der Stadt Safed.

Geschockt waren viele Israelis aber vor allem durch den Beschuss ihrer drittgrößten Stadt Haifa. Noch nie waren Raketen so weit südlich der Grenze gelandet. Dass die Hisbollah solche Raketen haben könnte, war unbekannt. Die Miliz bestreitet aber den Beschuss, obwohl sie ihn angedroht hatte.

Viele Betroffene versuchen sich in Notunterkünften einzurichten. Vor allem Kinder verbrachten die Nacht in Schutzräumen, wie hier in Safed. Die Menschen bleiben aber gelassen; die meisten haben solche Angriffe schon erlebt. Es ist natürlich nicht die einfachste Lage, sagt dieser Mann in Naharija; aber wir schaffen das, es geht voran. Und dieser Mann sagt, er wolle trotz allem mit seiner Familie in der Stadt bleiben.

Ein Ende dieser Situation ist nicht abzusehen: Für viele ist es jetzt erst einmal wichtig, sich in den Supermärkten mit Vorräten einzudecken. Und nicht alle wollen in ihren Heimatorten bleiben und in Angst vor weiteren Angriffen leben: Sie besteigen die Busse in den Süden – wohin die Hisbollah-Raketen noch nicht reichen.