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Ölpreis und Nahostkrise: Autofahrer zahlen die Zeche

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Ölpreis und Nahostkrise: Autofahrer zahlen die Zeche

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Die Rekordjagd bei den Ölpreisen hat sich zum Wochenausklang fortgesetzt. Dadurch müssen auch die Autofahrer für Benzin und Diesel immer tiefer in die Tasche greifen. Die Spritpreise stiegen am Freitag zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden um drei Cent je Liter. Diesel war so teuer bei bei seinem Höchststand im September 2005. Superbenzin ist von seiner Rekordmarke nur noch zwei Cent je Liter entfernt. Erst am Donnerstagabend hatten die Mineralölkonzerne die Preise angehoben.

In der Eurozone lag der durchschnittliche Spritpreis bei 1,30 Dollar pro Liter, in Großbritannien bei 1,38 Dollar. Vergleichsweise besser stehen die USA da, die auf 65 Euro-Cent kommen. Und in Saudi-Arabien ist der Sprit mit 15 Cent acht Mal billiger als in Europa. Während die OPEC ihre Besorgnis äußerte, bemühten sich in Europa die Regierungen um Gelassenheit. Der hohe Ölpreis sei keine Gefahr für das Wachstum, sagte etwa der Wirtschaftsminister in Deutschland.

Die Wirtschaft könne durch ihre Energie-Effizienz die höheren Rohstoffkosten ausgleichen. Außerdem profitiere der Export von den sprudelnden Einnahmen der Öl-Förderstaaten, die mehr Anlagen und Maschinen in Deutschland bestellten. Unterdessen rechnen amerikanische Experten in den nächsten Monaten eher mit rückläufigen Ölpreisen. Diese seien auf knappe Reservekapazitäten zurückzuführen. Die Förderung werde auch weiter die Nachfrage übertreffen.