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USA blockieren weiterhin Russlands WTO-Eintritt

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USA blockieren weiterhin Russlands WTO-Eintritt

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Die sieben führenden, westlichen Industriestaaten und Russland wollen einen Erfolg der Welthandels-Organisation, WTO, erzwingen. Die G8-Staats- und Regierungschefs verabschiedeten bei ihrem Gipfel in St. Petersburg eine entsprechende Erklärung. Folgen die anderen WTO-Mitglieder – vor allem wichtige Schwellen- und Entwicklungsländer – der Gruppe der G-Acht, dann sollen die Grundzüge eines neuen Abkommens zur Liberalisierung des Welthandels bis Mitte August festgeschrieben werden.

Auch die USA stimmten dem Verfahren nach harten Verhandlungen zu. Wermutstropfen in St. Petersburg war allerdings, dass die USA weiter einen Beitritt Russlands zur WTO blockieren. Dies sorgte für eine Verstimmung beim G-8-Gastgeber, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Beide Seiten hoffen nun, die noch strittigen Handelsfragen bis zum Herbst klären zu können.

Seit 2001 versuchen die 149 WTO-Mitglieder die Zölle für Agrar- und Industriegüter abzubauen, ihre Märkte mehr zu öffnen und handelsschädliche Subventionen abzubauen. Morgen werden die Staatschefs- und Regierungschefs von Brasilien, China und Indien beim Gipfel erwartet. Sie gehören zur G20, einem Zusammenschlusses von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die G8 hoffen, dass diese sich dem Zeitplan anschließen. Sollte von der G20 Zustimmung kommen, könnten die Gespräche unter der Leitung von WTO-Generaldirektor Pascal Lamy in Genf beginnen. Umstritten waren nach den Marathon-Verhandlungen zuletzt vor allem Agrarsubventionen, die Hygienekontrollen über Pflanzen- und Fleischprodukte sowie der Zugang zu Finanzdienstleistungsmärkten.