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Vermittlungsversuch für Waffenruhe im Nahostkonflikt

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Vermittlungsversuch für Waffenruhe im Nahostkonflikt

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Mit Raketenangriffen auf Haifa, einem fortwährendem israelischen Beschuss zahlreicher Ziele im Libanon und stündlich steigenden Opferzahlen haben die blutigen Auseinandersetzungen im Nahen Osten einen neuen Höhepunkt erreicht. Fünf Tage nach Beginn des kriegerischen Konflikts gab es einen Vermittlungsversuch des italienischen Regierungschefs Romano Prodi. Er sollte in Beirut die israelischen Bedingungen für eine Waffenruhe überbringen, hieß es im italienischen Fernsehen.
Dazu gehöre die Freilassung der beiden verschleppten Soldaten und der Rückzug der Hisbollah aus dem Südlibanon, hieß es.

Nach dem bisher folgenschwersten Angriff der Hisbollah-Milizen auf die israelische Hafenstadt Haifa reagierte Israel mit dem Beschuss von Ortschaften im Südlibanon. Damit stieg die Zahl der Toten im Libanon auf über einhundert, über 300 sind verletzt. Zuvor wurde die Bevölkerung zum Verlassen der Region aufgefordert.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin haben seit Freitag 200 Deutsche den Libanon auf dem Landweg in Richtung Syrien verlassen. Derzeit halten sich noch rund 900 deutsche Staatsangehörige im Libanon auf. “Ich bin aus dem Libanon nach Syrien geflohen, um nach Deutschland zu fliegen”, berichtet dieser Mann, “ wir sind vor dem Bombardement der Israelis geflüchtet.” “Ich war im Südlibanon, Gott sei Dank konnte ich von dort flüchten,” berichtet ein anderer.” Gotte sei Dank kann ich vom Flughafen in Damaskus in mein arabische Heimatland zurückfliegen.” Der Weltsicherheitsrat hat für morgen eine neue Beratungsrunde zum Nahostkonflikt angesetzt.