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Anhänger Lopez Obradors fordern Neuauszählung

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Anhänger Lopez Obradors fordern Neuauszählung

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Mehrere hunderttausend Menschen haben in Mexiko-Stadt eine Neuauszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl vom 2. Juli gefordert. Die Protestdemonstration wurde vom unterlegenen, linksgerichteten Kandidaten Andres Lopez Obrador angeführt. Lopez Obrador von der Partei der Demokratischen Revolution hatte die Wahl mit nur rund 240 000 Stimmen gegen seinen konservativen Konkurrenten Felipe Calderon von der Regierungspartei der Nationalen Aktion verloren.

Lopez Obrador hatte nach der Abstimmung Einspruch wegen Wahlbetrugs eingelegt. Den Behörden liegen mehr als 350 Eingaben wegen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Wahl vor, die meisten von der Partei der Demokratischen Revolution. “Bei einer Neuauszählung der Stimmen wird sich mit aller Deutlichkeit unser Sieg herausstellen”, so Lopez Obrador in seiner Rede im Zentrum der Hauptstadt.

Die mexikanischen Behörden müssen bis Ende August über den Antrag Lopez Obradors entscheiden. Am 6. September soll der Name des neuen Staatspräsidenten offiziell bekannt gegeben werden. Nach Auskunft der Beobachter der Europäischen Union gab es bei der Wahl keine nennenswerten Unregelmäßigkeiten. Eine weitere Demonstration ist für kommenden Sonntag vorgesehen.