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Europäer flüchten aus dem Libanon

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Europäer flüchten aus dem Libanon

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Nachdem sich die Lage im Libanon nicht entspannt, haben zahlreiche europäische Staaten damit begonnen, ihre Staatsbürger in Sicherheit zu bringen. Großbritannien setzte Hubschrauber ein, um die ersten Briten nach Zypern auszufliegen. Außerdem sind Kriegsschiffe der Royal Navy unterwegs, um bis zu 10-tausend Menschen mit britischem Pass aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Evakuierung per Schiff soll in ein bis zwei Tagen beginnen. Auch die Franzosen im Libanon sollen über das Mittelmeer das Land verlassen. Vor der Botschaft in Beirut bildeten sich lange Schlangen. In der ehemaligen französischen Kolonie leben 17-tausend Franzosen, dazu kommen etwa 5000 Touristen.

Die italienische Botschaft plant etwa 200 Italiener per Schiff nach Hause zu holen. Andere warten auf Busse, die sie in die syrische Hauptstadt Damaskus bringen sollen. Eine Italienerin sagt: “Ich gehe, weil die Israelis den Libanon bombardieren und zerstören – ungeachtet all der Zivilisten hier. Und es sieht aus, als würde es noch schlimmer.”

Irische Staatsbürger machen sich ebenfalls nach Syrien auf und warten in Bussen auf die Abfahrt. “Wir leben und arbeiten hier seit zwei Jahren und lieben das Land”, sagt dieser Mann. “Wir haben uns immer sicher gefühlt, es ist einfach eine Schande. Wir hoffen, wir können bald in den Libanon zurück,” meint ein Mann aus Irland. Auch Deutsche verließen das Land, um sich in Syrien in Sicherheit zu bringen und dann nach Deutschland weiterreisen. Viele Ausländer verabschiedeten sich von denen, die keinen europäischen Pass haben und zurück bleiben müssen.