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Gewalt in Nahost spitzt sich zu

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Gewalt in Nahost spitzt sich zu

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Die israelischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht ihre Angriffe auf Ziele im Libanon fortgesetzt. Nach Angaben der libanesischen Polizei kamen dabei mindestens 17 Menschen ums Leben, 44 weitere wurden verletzt. Besonders betroffen war ein Stützpunkt des libanesischen Geheimdienstes im Norden des Landes nahe der Hafenstadt Tripoli. Außerdem flogen israelische Kampfflugzeuge insgesamt mehrere Angriffe auf die Stadt Baalbeck, eine Hochburg der radikalislamischen Hisbollah im Osten des Libanon. Auch der Flughafen in Beirut wurde in der Nacht erneut mit Raketen beschossen.

Seit vergangenem Mittwoch kamen bei den Kämpfen bereits mindestens 24 Israels und 140 Libanesen ums Leben, darunter etliche Zivilisten. Sechs Tage nach Beginn des kriegerischen Konflikts bemühten sich der EU-Außenbeauftragte Javier Solana und der italienische Regierungschef Romano Prodi um Vermittlung einer Waffenruhe. Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah drohte mit weiteren Angriffen auf Israel.

Unterdessen bemühten sich die westlichen Länder, ihre Staatsangehörigen aus dem Land zu evakuieren. Bisher haben nach syrischen Angaben bereits 20 000 Menschen den Libanon Richtung Damaskus verlassen.