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Israelische Motive

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Israelische Motive

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Israel habe bisher nichts erreicht, was die Hisbollah nicht schnell wieder durch Nachschub aus Iran und Syrien ausgleichen könne. So beschreibt die “Jerusalem-Post am 6. Tag der Libanon-Offensive die Lage. Israel stellt sich also auf einen längeren Kampf ein. “ Lebanon is an Israeli trauma…. Der Politik-Wissenschaftler Ari Shavit nennt Libanon ein “israelisches Trauma”, ja sogar “unser Vietnam” – fügt dann aber hinzu: “Aber als Israel von den Hisbollah-Kämpfern angegriffen wurde, da blieb keine andere Alternative als diese harsche Aktion.”

Andere Beobachter konstatieren, sollte Israel jetzt unter internationalem Druck die Angriffe einstellen, wäre das ein großer Erfolg für die Hisbollah. Also erklärte Verteidigungsminister Amir Perez, Israel wolle wieder eine “Sicherheitszone” im
Südlibanon einrichten. Die gab es zwischen 1985 und 2000. Damit soll verhindert werden, dass Ort im Norden Israels ins Schußfeld von Hisbollah-Raketen geraten.Bis Haifa sind es schließlich nur 30 Kilometer.

Für den Experten Francois Heisbourg von der Stiftung für strategische Studien stellt sich vor allem die Frage: “Hat die Hisbollah schon die iranischen “Zelzal”Raketen, die bis Tel Aviv reichen? “ Außerdem meint er, Israel würde die Entführung seines Soldaten nutzen, um weitreichendere strategische Ziele anzugehen. Israels Ziel kann nur darin bestehen, diese Dauerbedrohung an seiner Nordgrenze ein für allemal loszuwerden.