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Evakuierung der Ausländer im Libanon ausgeweitet

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Evakuierung der Ausländer im Libanon ausgeweitet

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Trotz aller Schiffe, Busse, Hubschrauber: Noch immer warten Zehntausende Ausländer im Libanon darauf, nach Hause zu kommen.

So ist jeder dritte der schätzungsweise zweitausend Deutschen im Libanon inzwischen ausgereist. Heute machten sich erneut mehrere Konvois auf den Weg.

Bei den Schweizern ist das Verhältnis ähnlich: Vierhundert sind jetzt noch dort – eine gecharterte Fähre soll sie am Wochenende in Sicherheit bringen. Österreicher haben das Land bisher vor allem in kleinen Gruppen verlassen.

Vor allem auf den Seeweg setzen jetzt viele; vor allem, wer noch Tausende seiner Bürger aus dem Land bringen muss: Die USA haben ein gemietetes Kreuzfahrtschiff geschickt, aus Großbritannien ist das erste von sechs Kriegsschiffen inzwischen vor Ort.

Diese Engländerin betont aber ihren eigenen Einsatz: “Hätte ich nicht zwanzig, dreißig Mal am Tag bei der Botschaft angerufen, wir wären immer noch nicht auf diesem Schiff. Ich habe erst durch jemand anders davon gehört und war dann nur noch am Anrufen; vier Leute bei uns im Haus haben ständig angerufen, damit wir durchkommen.”

Ein großes Problem für alle Länder: Staatsbürger im Süden des Libanon, die von dort nur schwer überhaupt erst einmal nach Beirut zu bringen sind. Aber auch das ist in einigen Fällen schon gelungen.