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Zahl der Tsunami-Toten jetzt bei über 500

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Zahl der Tsunami-Toten jetzt bei über 500

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Die Zahl der Toten nach der Flutwelle auf Indonesiens Hauptinsel Java ist weiter gestiegen. Die Behörden sprechen jetzt offiziell von 525 Opfern; viele Menschen werden aber noch vermisst. Im schwer verwüsteten Urlaubsort Pangandaran gab es ein leichtes Nachbeben; Gerüchte über eine weitere Flutwelle führten zu einer Massenflucht. Erst nach längerer Zeit gelang es Polizei und Rettungskräften, die Menge zu beruhigen.

Auslöser der Flutwelle waren am Montag Seebeben vor Javas Küste. Das stärkste hatte den Wert 7,7. Offenbar gab es vor dem Beben Warnungen aus Japan und Hawaii. Die indonesische Regierung gab zu, die Bevölkerung nicht rechtzeitig informiert zu haben. Man habe eine unnötige Panik vermeiden wollen.

Die Flutwelle traf einen Küstenstreifen von 180 Kilometern Länge. An einigen Stellen kam das Wasser zweihundert Meter tief in das Land. Mehr als 50 000 Menschen sind durch die Flut obdachlos geworden. Bei vielen weckte die Katastrophe Erinnerungen an die große Flutwelle zu Weihnachten 2004. Damals starben mehr als 220 000 Menschen, die weitaus meisten von ihnen in Indonesien.