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Flüchtlingselend im Südlibanon

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Flüchtlingselend im Südlibanon

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Die Verzweiflung nimmt zu bei den Menschen, die es noch nicht geschafft haben, den umkämpften Südlibanon zu verlassen. In einem Dorf an der Grenze zu Israel sollen mindestens 10 000 Zivilisten, Moslems und Christen, seit sechs Tagen festsitzen – ohne Wasser, Nahrung und Strom. Das Internationale Rote Kreuz versucht offenbar seit Tagen vergeblich, eine gesicherte Zufahrt auszuhandeln.

Einige Flüchtlinge, die sich bis zu UNO-Vertretern in Tyros durchgeschlagen haben:
“Ich hoffe, daß die UNO mich hier herausbringt, so die deutsche Staatsbürgerin Sabina,
“ich hoffe, wir können nach Deutschland. Ich habe keine Ahnung, wer uns wie helfen könnte.”

“Wir können hier nicht bleiben. Wir haben nichts.” sagt eine weitere Frau. Dazu ein Sicherheitsmann der UNO:
“Ich kann Ihnen versichern, daß jeder auf unser Führungsebene in New York das Maximum leistet.”

In Kuwait bereitet die Hilfsorganisation Roter Halbmond Notfallhilfe für die libanesische Bevölkerung vor. 17 große Lastwagen mit 240 Tonnen Hilfsgütern sollen in Zusammenarbeit mit dem libanesischen Roten Kreuz nach Beirut gebracht werden – sobald die Luftangriffe aufhören.