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Leichtbewaffnete US-Marines zur Evakuierung im Libanon eingetroffen

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Leichtbewaffnete US-Marines zur Evakuierung im Libanon eingetroffen

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Im Libanon sind leicht bewaffnte US-Spezialeinheiten gelandet, um weitere amerikanische Staatsbürger zu evakuieren. Rund 40 Marineinfanteristen halfen an einem Strand in der Nähe von Beirut den ersten 300 von rund 1.200 US-Frauen und Kindern, sicher auf ein Landungsboot zu kommen.

Von dort werden die Evakuierten zum Marine-Truppentransporter USS Nashville gebracht zur Weiterreise nach Zypern.

Es ist das erste Mal seit über 20 Jahre, dass US-Soldaten wieder im Libanon im Einsatz sind. Die USA hatten sich nach einem blutigen Anschlag mit über 240 Toten auf das Hauptquartier der US-Marines am Beiruter Flughafen 1984 aus dem Libanon zurückgezogen. Den Anschlag hatte damals nach US-Erkenntnissen die Hisbollah verübt.

Der andauernde Konflikt ziwschen Israel und den Hisbollah-Milizen veranlasst weiterhin grosse Teile der Bevölkerung, den Libanon zu verlassen. An den Ausreisestellen droht die Situation zum Teil zu eskalieren.

Viele russische Staatsbürger konnten von der syrischen Hafenstadt Latakia abfliegen:

“ Ich hatte große Angst. Eine Bombe schlug in der Nähe unseres Hauses ein,” sagt dieser Mann. “Wir hatten alle Angst zu sterben. In diesen Tagen waren wir sehr nervös.”

Tausende von Familien waren sichtlich erleichert, dass sie den Libanon in diesen Tagen verlassen rechtzeitig konnten. Doch viele Kinder wurden alleine auf die Reise geschickt und von humanitären Hilfskräften betreut:

“Mein Vater konnte nicht mitreisen, aber er hat eine Frau gefunden, die mich begleitet hat”, berichtete dieses russische Mädchen.

Damit läuft die Evakuierung von Ausländern aus dem Libanon unverändert auf Hochtouren. Weit über eine halbe Million Zivilisten insgesamt sollen in sichere Landesteile geflüchtet sein oder das Land breits verlassen haben