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Diplomatische Bemühungen im Nahost-Konflikt

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Diplomatische Bemühungen im Nahost-Konflikt

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Die Bemühungen um eine diplomatische Lösung im Nahen Osten nehmen zu. Spanien und die Türkei warnten bei einem Treffen ihrer Ministerpräsidenten gemeinsam davor, dass die ganze Region in ein Chaos stürzen könnte. Sie verurteilten auch jede Form von Terrorismus, ebenso wie übertriebene Gewalt. Auch Spanien wird an der Libanonkonferenz Mittwoch in Rom teilnehmen. Außenminister Miguel Ángel Moratinos sagte, sein italienischer Amtskollege habe ihn dazu eingeladen.

Russland unterstützt ebenfalls diese Konferenz, sprach sich aber daneben für ein Treffen wichtiger Staaten schon Anfang der Woche möglichst in Beirut aus. Im ägyptischen Kairo trafen heute gleich zwei westliche Außenminister ein: Frankreichs Philippe Douste-Blazy forderte erneut eine sofortige Waffenruhe – auch damit der Schaden für die Souveränität des Libanon ein Ende habe.

Während Douste-Blazy gerade aus Libanons Hauptstadt Beirut kam, hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kairo seine Nahost-Reise erst begonnen. Weitere Stationen sind Israel und das Westjordanland. Steinmeier sprach sich für eine schnelle Beruhigung der Lage aus, um dann zu einer dauerhaften Lösung zu kommen.

Auch die USA sind für eine solche Lösung und damit gegen eine schnelle Waffenruhe. Außenministerin Condoleezza Rice sagte, man dürfe nicht einfach nur zur Ausgangslage zurückkehren. Damit könnten Terroristen weiterhin nach Belieben angreifen und Unschuldige in der ganzen Region bedrohen. Auch Rice fliegt morgen in den Nahen Osten; an der Konferenz in Rom wird sie ebenfalls teilnehmen.