Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Israel öffnet Korridor für Hilfsleistungen


welt

Israel öffnet Korridor für Hilfsleistungen

Tyrus, Hafenstadt im Süden des Libanon. Auch hier fliehen die Menschen vor den Bomben der israelischen Luftwaffe. Internationale Organisationen schätzen, dass inzwischen rund eine halbe Million Libanesen auf der Flucht sind, die Hälfte von ihnen Kinder. Zwar sicherte die israelische Regierung inzwischen zu, einen Korridor für humanitäre Hilfsleistungen zu öffnen. Doch ein Teil der Verkehrsverbindungen ist zerstört, den Menschen vor Ort fehlt es am Nötigsten, an Medikamenten, an Trinkwasser. In Beirut sind die Lebensmittelpreise um 400 Prozent gestiegen. Die Menschen streiten sich um die wenigen Hilfsleistungen, die trotz der Kämpfe vor Ort eintreffen. Der Bürgermeister von Tyrus sagte, an diesem Freitag seien erstmals Hilfsgüter des Roten Kreuzes in der Stadt angekommen. Man habe zehn Tage lang darauf gewartet, jetzt danke er jenen, die sie hergebracht hätten. Die libanesische Regierung bat um dringend benötigte Lebensmittelhilfen. Lagerstätten seien wegen der Sicherheitslage nicht mehr zugänglich, die Straßenverbindung zwischen dem Libanon und Syrien gerate immer mehr unter Beschuss. Die Internationale Organisation für Migration rief zu Spenden in Höhe von 9,5 Millionen Euro auf. Die EU will zehn Millionen Soforthilfe bereitstellen. Die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen forderten erneut freien Zugang zur bedürftigen Bevölkerung im Libanon.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Diplomatische Bemühungen im Nahost-Konflikt