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Die israelische Armee hat auch in der Nacht zum Sonntag ihre Angriffe auf den Libanon fortgesetzt

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Die israelische Armee hat auch in der Nacht zum Sonntag ihre Angriffe auf den Libanon fortgesetzt

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In Beirut wurden erneut mehrere Gebäude zerstört. Am elften Tag der Angriffe wurden mindestens sieben Libanesen getötet, darunter fünf Zivilisten und zwei Kämpfer der Hisbollah. Zwei libanesische Soldaten erlagen ihren Verletzungen. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf mehr als 350 auf libanesischer Seite, die weitaus meisten von ihnen sind Zivilisten. Die Krankenhäuser sind teils überlastet, es fehlt an Medikamenten und Material, weil kaum Hilfsleistungen ins Land gelangen.

Die israelische Armee zerstörte mindestens zwei Sendeanlagen für Fernsehen und Mobilfunk. Nach libanesischen Angaben handelt es sich um Anlagen in Fatka und Terbol. In einem der Sendeanlagen nahe gelegenem Kloster unweit von Beirut wurden dabei zwei Franzosen verletzt.

Die Nonne Marie Francoise sagt, sie sei seit 15 Jahren in dem Kloster, aber so etwas sei hier noch nie passiert. Zur Zeit des Angriffs seien 100 Menschen im Gebäude gewesen, allein 50 Gäste. Von den zehn Franzosen seien – Gott sei Dank – nur zwei verletzt worden.

Nach israelischen Berichten kontrollieren die Streitkräfte den größten Teil der libanesischen Ortschaft Marun al-Ras. Sie habe die Hisbollah aus dem strategisch wichtigen Grenzdorf vertrieben, lediglich am Rand gebe es noch vereinzelt Schießereien. Damit bestätigten sich Berichte, nach denen israelische Bodentruppen und Panzer auf libanesischem Gebiet im Einsatz sind. Der Zeitpunkt des Beginns der großen Bodenoffensive ist weiter unklar.