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EU will Flüchtlingsstrom aus Afrika eindämmen

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EU will Flüchtlingsstrom aus Afrika eindämmen

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Angesichts der Flüchtlingsströme an Europas Südküsten haben die direkt betroffenen EU-Länder Spanien, Italien und Malta einen eindringlichen Appell an die übrigen Mitgliedstaaten gerichtet. Bei einem Treffen der EU-Justiz- und Innenminister in Brüssel sagte der maltesische Ressortchef Toni Borg wörtlich: “Hunderte ertrinken praktisch vor unserer Haustür”.

Erst heute wurden erneut zwei illegale Einwanderer aus Afrika in einem Hafen von Gran Canaria tot aus einem Flüchtlingsboot geborgen. Zwölf weitere der 48 Insassen wurden in ein spanisches Krankenhaus eingeliefert. Vor den Kanaren sind seit Jahresbeginn mehr als 11.000 illegale Einwanderer abgefangen worden, doppelt so viele wie im letzten Jahr. Auf der italienischen Insel Lampedusa vor Sizilien waren es rund 9500. Die EU will den Flüchtlingsansturm künftig mit Seepatrouillen eindämmen. Die ersten Überwachungsboote sollen voraussichtlich im August starten.