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Guerillataktik mit High-tech-waffen

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Guerillataktik mit High-tech-waffen

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Wenn die Sirenen heulen, ist es oft schon zu spät. Der Tod kommt mit einer solchen Geschwindigkeit angeflogen, dass Vorwarnzeiten zur rein theoretischen Größe werden. Auf libanesischer wie auf israelischer Seite. Den Norden Israels beschießen die Hisbollah-Milizen mit Artillerie. “ Katjuscha” nennt man diese Weiterentwicklung einer alten sowjetischen Waffe. Kaliber 107 bis 122 Millimeter. Reichweite bis zu 20 Kilometern..

Größere Sorgen bereitet den Israelis eine modernere Waffe “made in Iran”. Die sogenannte “Raad-1 “ fliegt 70 Kilometer weit.
Außerdem trifft sie wesentlich präziser. Genauer Mannschafts-Zahlen von der Hisbollahmiliz kennt natürlich niemand – man rechnet aber mit rund 600 ständig aktiven Hisbollah-Kämpfern, die auch die modernen Waffen bedienen. Dazu kommen mindestens 4.000 ehemalige Kämpfer, die aber jederzeit wieder mobilisiert werden können. Einen Krieg wie diesen gab es noch nicht – diese Mischung aus Guerilla-Taktik und High-tech-Waffen. Dem versucht die israelische Armee mit gezielter Bombardierung der Abschußrampen und der Infrastruktur der Hisbollah zu begegnen.

Dazu bedarf es ebenfalls der allermodernsten – Technik – es kommt vor allem auf die Aufklärung an, die ist wichtiger als die reine Schlagkraft, wie dieser israelische Pilot erklärt. Mit dem Einmarsch der israelischen Armee in den Süden Libanons kommen auch auf israelischer Seite solche 155-mm-Kanonen zum Einsatz mit einer Schußfolge von 22 Sekunden, dazu ein gutes Dutzend von diesen “Merkava”-Panzern. Gleichzeitig hat Israel begonnen, Reservisten einzuberufen. Im Ernstfall kann die israelische Armee bis zu 4 Divisionen mit je 5.000 Mann mobilisieren.