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Kosovo-Treffen in Wien

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Kosovo-Treffen in Wien

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Die politischen Führer Serbiens und der abtrünnigen Provinz Kosovo sind unter UN-Vermittlung in Wien zusammengetroffen. Bei der eintägigen Konferenz steht der künftige Status des Gebiets im Mittelpunkt. An den Gesprächen nimmt neben den jeweiligen Vertretern Belgrads und Pristinas auch die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik teil. Sie sieht in den Verhandlungen die Einleitung in eine neue kritische Phase im Bemühen um eine endgültige Lösung des Kosovo-Konflikts.

Das Gebiet wird seit dem Bürgerkrieg 1998/99 von den Vereinten Nationen verwaltet. Während Pristina die vollständige Unabhängigkeit fordert, will Belgrad der Provinz nur weitgehende Autonomie zugestehen. Sollten sich beide Seiten nicht einigen können, muss der UN-Sicherheitsrat über die Zukunft des Gebietes entscheiden. Dort leben zwei Millionen Menschen, von denen 95 Prozent ethnische Albaner sind.