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EU-Kommision dringt auf besseren Jugendschutz bei Handys

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EU-Kommision dringt auf besseren Jugendschutz bei Handys

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Ein Handy kann nicht nur nützlich sein, sondern auch gefährlich für Kinder. Um den Jugendschutz bei Nutzung der allgegenwärtigen Mobiltelefone zu verbessern, hat die EU-Kommission jetzt eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Ihren Erhebungen nach haben immerhin 23 Prozent der 8- bis 9jährigen heute ein eigenes Handy, unter den 12- bis 13jährigen sind es schon 70 Prozent. Es geht der Kommission nicht um Schäden durch Strahlung, sondern um Missbrauch durch zweifelhafte Nachrichten oder Kontaktaufnahme durch Fremde.

“Der Zugang zu schädlichen Inhalten wird immer einfacher. Wir beobachten das Phänomen des Tyrannisierens, das heißt, es werden missbräuchliche oder bloßstellende Nachrichten und Photos unter Kindern versendet, um sie zu erpressen oder zu bedrohen. Das geht so weit, dass sie sogar mit den Handys filmen, wie Mitschüler geschlagen oder vergewaltigt werden und das dann hinterher an andere weiter senden”, erklärt ein Kommissionssprecher. Mit dem Konsultationsverfahren will die Kommission bis Mitte Oktober Meinungen aller Betroffenen über die Risiken einholen. Sie setzt auf technische Lösungen und Selbstregulierung der Unternehmen, erwägt aber auch rechtliche Maßnahmen.