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Rice im Nahen Osten

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Rice im Nahen Osten

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Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen trifft die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice zur Stunde Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Am Morgen kam sie bereits mit Ehud Olmert zusammen. Der israelische Regierungschef wiess auf sein Bestreben hin, den Konflikt im Libanon zu beenden:
“Wir kämpfen gegen die Hisbollah. Wie Sie wissen, kämpfen wir nicht gegen die libanesische Regierung. Wir kämpfen auch nicht gegen die libanesische Bevölkerung.
Die libanesische Regierung wird sich, so hoffe ich, darum bemühen, sich von der Hisbollah und anderen terroristischen Organisationen zu distanzieren. Wenn sie das tut, werden wir Partner.”

Condoleezza Rice unterstrich, dass nur diejenigen zu den Siegern des Konflikts gehören werden, welche sich der Auffassung der USA anschliessen:
“Wir müssen uns nun darüber einig werden, welche Art des Nahen Ostens wir haben wollen. Es ist Zeit für einen neuen Nahen Osten. Und es ist außerdem an der Zeit, denjenigen die die Veränderung des Nahen Ostens nicht wollen, klarzumachen, dass wir uns durchsetzen werden und die anderen nicht.”

Gestern allerdings konnte sich die Amerikanerin bei ihrem Besuch in Beirut nicht durchsetzen: Nach libanesischen Angaben erzielte sie bei ihrem Treffen mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri in der Frage des Waffenstillstands keine Annäherung. Dieser ist von der Hisbollah als Mittelsmann eingesetzt worden.