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EU und Marokko unterzeichnen Fischereiabkommen

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EU und Marokko unterzeichnen Fischereiabkommen

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Trotz internationaler Kritik werden Europas Fischer bald wieder in Marokkos Gewässern auf Fang gehen können. Nach langem Tauziehen unterzeichneten die Vertreter der Europäischen Union und des Königreichs an diesem Mittwoch in Brüssel ein Fischereiabkommen, dessen Vorgänger 1999 ausgelaufen war.

Die EU zahlt Marokko gut 144 Millionen Euro über vier Jahre, damit ihre Fischer, insbesondere die aus Spanien, vor Marokkos Küste fischen dürfen.
119 Lizenzen werden für insgesamt elf EU-Staaten vergeben. Dem Vertrag muss nun noch das marokkanische Parlament zustimmen, bevor er in Kraft treten kann.

Die finanzielle Unterstützung für Marokko soll der Modernisierung und dem Ausbau der Fischereiindustrie im Königreich dienen.

Das Abkommen war schon im vergangenen Jahr geschlossen worden, doch hatte das Europäische Parlament nach der Kritik zahlreicher regierungsunabhängiger Organisationen den Vertrag zwischenzeitlich gestoppt. Umstritten war, dass das Abkommen auch die Fischgründe von Westsahara umfasst, das von Marokko völkerrechtswidrig besetzt ist.