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Israel setzt Luftangriffe aus und führt erneut Bodenangriffe aus

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Israel setzt Luftangriffe aus und führt erneut Bodenangriffe aus

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Die israelische Armee hat im südlibanesischen Grenzgebiet erneut Stellungen der radikal-islamischen Hisbollah angegriffen. Eine Militärsprecherin dementierte jedoch Berichte über weitere Luftangriffe, die nach dem Beginn der 48-stündigen Aussetzung dieser Angriffe stattgefunden haben sollen. Die Frist von 2 Uhr Ortszeit sei eingehalten worden; die letzten Angriffe im Libanon seien um Mitternacht geflogen worden, sagte die Sprecherin. Der israelische Rundfunk meldete, Israel wolle gleichzeitig seine Bodenangriffe ausweiten. Die Mobilisierung weiterer Reservisten sei im Gange.

Verteidigungsminister Amir Peretz erklärte vor der Knesset, Israel dürfe keinem sofortigen Waffenstillstand zustimmen sondern müsse seine Angriffe auf die Hisbollah noch verstärken. Die israelische Armee betonte zudem, dass auch während der Auszeit Luftangriffe möglich seien – im Falle einer “direkten Bedrohung” oder zum Schutz der Bodentruppen.

Mit der Aussetzung der Luftangriffe soll es den Bewohnern des Südlibanon ermöglicht werden, das Kampfgebiet zu verlassen. Außerdem soll der verheerende Angriff auf den Ort Kana untersucht werden, bei dem am Sonntagmorgen mindestens 56 Menschen getötet worden waren. Die Aussetzung der Luftangriffe war von US-Außenministerin Condoleezza Rice ausgehandelt worden.