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Unterschiedliche Reaktionen auf Angriff von Kana

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Unterschiedliche Reaktionen auf Angriff von Kana

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Die Differenzen im Sicherheitsrat zeigen sich auch in den Reaktionen der einzelnen Länder: So bedauert auch der amerikanische Präsident George Bush den Tod Unschuldiger. Er fordert aber weiterhin keine sofortige Waffenruhe. Bush sagte, man wolle mit den Mitgliedern des Sicherheitsrats zusammen eine Resolution entwickeln, die der Region einen dauerhaften Frieden bringe – einen Frieden, in dem Mütter und Väter ihre Kinder in einer Welt der Hoffnung großziehen könnten.

Auch der britische Premierminister Tony Blair und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel setzen auf die UNO: gemeinsam riefen sie die Organisation auf, sich zügig für eine Waffenruhe einzusetzen. Blair sprach von einer tragischen Situation. Man müsse aber garantieren, dass die jetzige Diskussion und die Verhandlungen zu einer wirklichen Einstellung der Feindseligkeiten führten, und zwar für immer.

Dagegen bleiben andere europäische Länder bei ihrem Wunsch nach einem sofortigen Waffenstillstand. Auch Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy nennt das als erste Forderung. Dann müsse man so schnell wie möglich die Bedingungen für eine politische Übereinkunft zwischen allen Beteiligten finden. Und nach dieser Übereinkunft komme die Stationierung einer Friedenstruppe.

Die Europäische Union setzt ebenfalls ihre Friedensbemühungen fort. Letzte Woche hatte eine hochrangige Delegation Israel und den Libanon besucht. Morgen treffen sich die Außenminister in Brüssel zu einer Sondersitzung.