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USA und EU ringen um Waffenruhe im Libanon

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USA und EU ringen um Waffenruhe im Libanon

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Einen Tag nach dem Blutbad im südlibanesischen Kana hat US-Präsident George W. Bush erneut bekräftigt, dass die USA eine “nachhaltige” Waffenruhe im Libanon-Konflikt anstreben. Er betonte aber auch, dass die radikalislamische Hisbollah die Krise ausgelöst und Israel von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch gemacht habe.

Die amerikanische Aussenministerin Condoleezza Rice habe die Region am Wochenende besucht, um die Modalitäten für die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe auszuarbeiten, sagte Bush heute in Miami. Ziel sei es, gemeinsam mit den Verbündeten eine Resolution vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen, um die Gewalt im Nahen Osten zu beenden und den Grundstein für einen dauerhaften Frieden zu legen.

Nach Auffassung des französischen Aussenministers Philippe Douste-Blazy ist eine politische Lösung des Konflikts zwischen
Israel und dem Libanon in greifbare Nähe gerückt. Das erklärte der französische Politiker bei einem “Solidaritätsbesuch” in Beirut, wo er mit dem libanesischen Regierungschef Fuad Siniora zusammentraf.

Derweil verlängerte der Weltsicherheitsrat das Mandat für die 2000 Blauhelmsoldaten der UN-Mission an der libanesischen Grenze zu Israel um einen Monat. Eine entsprechende Resolution wurde heute in New York einstimmig angenommen. Die Vereinten Nationen versuchen bereits seit 1978, den Grenzbereich zu befrieden.