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Bislang 600 Todesopfer nach israelischen Angriffen im Libanon

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Bislang 600 Todesopfer nach israelischen Angriffen im Libanon

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In Beirut haben Anhänger der islamitischen Hisbollah die vermeintliche Zerstörung eines israelischen Kriegsschiffes vor dem Hafen von Tyrus gefeiert. Angaben der Hisbollah zufolge war der Angriff auf das Kriegsschiff der Beginn einer Vergeltungsserie für die Luftangriffe auf das Dorf Qana am vergangenen Sonntag. Israel wies die Behauptung der Hisbollah zurück; keines seiner Kriegsschiffe sei von Raketen getroffen worden, hieß es in Tel Aviv. Im Südlibanon sind weiter zahlreiche Menschen auf der Flucht. Mitarbeiter der Vereinten Nationen berichteten, der Beschuss gehe trotz der Verkündung einer Bombardierungspause seitens der israelischen Regierung weiter. In südlibanesischen Dörfern fanden Hilfskräfte an diesem Montag die Leichen von 49 Zivilisten – begraben unter den Trümmern zerstörter Häuser und in Autowracks. Fast 600 Menschen wurden bislang im Libanon bei israelischen Luftangriffen getötet, nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind es sogar 750, die meisten von ihnen Zivilisten. Gut ein Viertel der libanesischen Bevölkerung soll auf der Flucht sein. Die Menschen lassen zerstörte Städte und Dörfer hinter sich. Auch Bint Dschebeil, das als Hochburg der Hisbollah galt, ist nur noch ein Trümmerfeld. Von den früher 60.000 zivilen Einwohnern waren angesichts der schweren Kämpfe nur noch 500 in der Stadt geblieben. Auch sie nutzten jetzt die von Israel verkündete Bombardierungspause zur Flucht.