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Paris will Teheran in Lösung des Libanonkonflikts miteinebziehen

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Paris will Teheran in Lösung des Libanonkonflikts miteinebziehen

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Frankreich bemüht sich um eine Lösung des Libanonkonflikts. Bei einem Treffen des französischen Außenministers Philippe Douste-Blazy mit seinem iranischen Amtskollegen Manuchehr Mottaki in Beirut warf dieser den Vereinten Nationen Untätigkeit vor. Mottaki sprach von dem – so wörtlich – zionistischen Feind, der nicht einmütig verurteilt worden sei. Frankreich arbeitete auch den Entwurf für eine Libanon-Resolution des Weltsicherheitsrates aus. Ob noch in dieser Woche eine Entschließung verabschiedet wird, ist jedoch unklar.

Der libanesische Außenminister Tarek Mitri forderte in New York die sofortige Einstellung der israelischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Das Verbrechen in Kana müsse untersucht werden, so der Minister. Der Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen, Dan Gillerman, warf dem Libanon vor, es immer wieder zuzulassen, von Terroristen in Geiselhaft genommen zu werden. In den achtziger Jahren sei das die PLO gewesen, in den Neunzigern die Hisbollah. Wann der Libanon denn gedenke, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen?