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UN beklagt Schwierigkeiten für Hilfekonvoys im Libanon

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UN beklagt Schwierigkeiten für Hilfekonvoys im Libanon

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Ein UN-Konvoi mit Hilfsgütern ist in dem südlibanesischen Ort Kana eingetroffen, wo am Sonntag bei einem israelischen Luftangriff mindestens 54 Menschen getötet wurden. Hilfebedürftige Orte seien jedoch nach wie vor nur schwer zu erreichen, erklärte der UN-Sprecher im Libanon. Die Aussetzung der Luftangriffe durch Israel bis 2 Uhr Ortszeit in der kommenden Nacht habe daran kaum etwas geändert, sagte der Sprecher, denn bevor ein Konvoy den Hafen von Beirut verlassen könne, müsse die Zustimmung aller Kriegsparteien eingeholt werden.

In Kana habe man zunächst überhaupt keine Zivilbevölkerung angetroffen, erklärte Robin Lodge vom UN-Welternährungsprogramm. Die Hilfsgüter würden der örtlichen Behörde übergeben. Einige Einwohner näherten sich schließlich dem UN-Konvoy. Ein Mann erklärte, er sei weniger an Hilfe interessiert, als an einem Waffenstillstand. Die UN-Fahrzeuge brachten Lebensmittel und medizinische Hilfsgüter.

Nach UN-Schätzungen haben im Libanon rund 900.000 Menschen wegen der Kampfhandlungen ihre Häuser oder Wohnorte verlassen.