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Rekord der Privatinsolvenzen

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Rekord der Privatinsolvenzen

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Die Zahl der Privatinsolvenzen nimmt in einigen Ländern Europas dramatische Ausmasse an.
In England und Wales zum Beispiel haben diese im zweiten Quartal dieses Jahres um 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugenommen.
Dieser Schulden-Fachmann sieht eines der Probleme in der Aufnahme von Häuserhypotheken:
“In London zum Beispiel sind die Häuserpreise zum Teil extrem angestiegen. Dadurch kann man die Häuser immer wieder neu beleihen. Aber nun steigen die Preise nicht mehr, die Leute beleihen ihre Häuser aber trotzdem weiter.”

Auch in Deutschland steigt im Vergleich zu den sinkenden Firmeninsolvenzen das Risiko der Privatinsolvenz.
Die Zahl stieg in der ersten Jahreshälfte um 40,9 Prozent auf 43.600 Personen an.

Zum einen ist der daraus gerichtlich folgende Bankrotterklärung ärgerlich für die, die diesen Kunden zuvor mit einem Kredit vertrauten.
Zum anderen wird das Leben nach der Entschuldung nach ein paar Jahren auch nicht einfacher:
“Erst einmal kostet es zum Beispiel in England 500 Pfund. Aber selbst wenn für diese Abbuchung kein Geld mehr vorhanden sein sollte, nach der Entschuldung, hat man kaum eine Chance, ein Bankkonto zu eröffnen, geschweige denn einen Kredit zu erhalten.”

In England und Wales werden bis zum Jahresende 100.000 Insolvenzen erwartet, in Deutschland 140.000.