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Libanesische Regierung lehnt UN-Resolution ab

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Libanesische Regierung lehnt UN-Resolution ab

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Die libanesische Regierung hat den Resolutionsentwurf des Weltsicherheitsrates abgelehnt. Der Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, sagte, der von seinem Land vorgelegte Sieben-Punkte-Plan zur Beendigung der Kämpfe sei in keiner Weise in dem Entwurf berücksichtigt. Darin sei vorgesehen gewesen, dass Israel sich aus dem Süden des Landes zurückziehe. Außerdem müssten alle Flüchtlinge in ihre Heimat im Süden des Libanon zurückkehren können. Auch der libanesische Präsident Fuat Siniora verwies darauf, dass der Libanon jede Resolution ablehne, die sich nicht an diesem Plan orientiere. Sein Land könne nicht garantieren, dass die Hisbollah ihre Waffen niederlege, wenn Israel einen Teil des Landes kontrolliere. Die libanesische Regierung will nun ausloten, inwieweit noch Änderungen an dem Entwurf möglich sind. In Jerusalem begrüßte das israelische Kabinett den Resolutionsentwurf. Israels Wohnungsbau-Minister Meir Scheetrit sagte, der Weltsicherheitsrat sei zusammengekommen, jetzt müsse man die kommenden Tage abwarten und sehen, wie das alles ende. Nach seinem Eindruck sei die Sache bald vorüber. Israel will zunächst eine “Sicherheitszone im Südlibanon behalten. Der in tagelangen Verhandlungen mit den USA abgestimmte UN-Entwurf fordert Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz zur Beendigung ihrer Kämpfe auf. Außerdem appelliert er an beide, eine dauerhafte Waffenruhe und eine langfristige Lösung zu unterstützen.