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Kein Ende der Nahostkrise in Sicht

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Kein Ende der Nahostkrise in Sicht

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Ungeachtet der Bemühungen der Weltgemeinschaft um ein Ende des Blutvergiessens haben Israel und die pro-iranische Hisbollah ihre Angriffe am 27. Tag des Nahostkonflikts weiter verschärft. Die israelische Luftwaffe flog am frühen Morgen erneut Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt. Mehrere Explosionen waren nach Zeugenberichten in den südlichen Stadtteilen Beiruts zu hören, die als Hisbollah-Hochburgen gelten. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Auch im Grenzbereich lieferten sich israelische Bodentruppen und Hisbollah-Kämpfer erneut heftige Gefechte. Die israelische Luftwaffe bombardierte zudem die Hafenstadt Tyrus. Acht Raketenabschussrampen seien dort zerstört worden, erklärte eine israelische Armeesprecherin. In der Bekaa-Ebene seien Zufahrtswege angegriffen worden, um Waffenlieferungen an die Hisbollah zu unterbinden.

Insgesamt kamen bei den Angriffen mindestens 14 libanesische Zivilisten ums Leben. Nach Berichten des Hisbollah-Fernsehsenders starben bei schweren Gefechten in der südlibanesischen Ortschaft Khule auch vier israelische Soldaten. Israel dementierte dies zunächst. Die Beratungen im UN-Sicherheitsrat über eine Libanonresolution gerieten derweil ins Stocken. Für heute Nachmittag wird eine Stellungnahme von US-Präsident George W. Bush erwartet.