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Kriminelles Komplott in Sankt Petersburg aufgeklärt

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Kriminelles Komplott in Sankt Petersburg aufgeklärt

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Der spektakuläre Kunstraub in der weltberühmten Sankt Petersburger Eremitage hat sich nach jüngsten Erkenntnissen als ein Familien-Coup von Vater, Mutter und Sohn entpuppt. Die russische Polizei nahm auch den Sohn jener verdächtigten Museumsmitarbeiterin fest, die bei der Überprüfung ihrer Abteilung Ende 2005 am Arbeitsplatz einen tödlichen Schlaganfall erlitten hatte. Gegen den Witwer wurde heute Anklage erhoben.

Die Kulturbehörden erhoben schwere Vorwürfe gegen die Museumsleitung. Der Direktor der Eremitage forderte einen grösseren Schutz der Lagerräume an, – auch vor den Kuratoren selbst. Da es jedoch an Platz fehle, funktionierten viele die Räumlichkeiten in Büros um. Da lasse sich nicht alles überwachen, so der Museumsleiter.

Die Leitung der Eremitage hatte vor einer Woche den Diebstahl von insgesamt 221 Juwelen, Ikonen und Emaille-Schmuckstücken im Gesamtwert von mindestens 3,8 Millionen Euro bekannt gegeben. Die dringend Tatverdächtigen sagten mittlerweile aus, auf welche Weise sie etwa 70 der vermissten Kunstgegenstände stahlen. Am Wochenende übergaben gutgläubige Käufer sechs weitere Exponate aus dem Diebesgut der Polizei, darunter eine wertvolle Ikone und einen Kelch aus dem 19. Jahrhundert.