Eilmeldung

Eilmeldung

Kubanische Kirche steht hinter Fidel Castro

Sie lesen gerade:

Kubanische Kirche steht hinter Fidel Castro

Schriftgrösse Aa Aa

In Kuba haben zahlreiche Menschen in Gottesdiensten für Fidel Castro gebetet. Die Bischofskonferenz des kommunistischen Inselstaates hatte am Sonntag in ihrem Hirtenbrief dazu aufgerufen. In den vergangenen Tagen wurde immer wieder über den Gesundheitszustand des fast 80-Jährigen Präsidenten spekuliert. Er hatte sich kürzlich offiziellen Angaben zufolge einer Darmoperation unterziehen müssen und befindet sich auf dem Weg zur Besserung. Der Erzbischof von Havanna, Kardinal Jamie Ortega Alamino, stellte sich im Namen der kubanischen Kirche hinter Castro. Eine ausländische Intervention auf der Insel würde die Kirche niemals akzeptieren oder gar unterstützen, sagte Ortega. Castro hat das Land 47 Jahre lang beherrscht und die Führung nun provisorisch seinem knapp fünf Jahr jüngeren Bruder Raul übergeben. Er will die Regierungsgeschäfte aber in – wie es heißt – einigen Wochen wieder übernehmen. Die meisten Kubaner scheinen hinter Fidel Castro zu stehen – trotz der Aufforderungen der USA zu demokratischen Veränderungen. Dennoch zeigen sich manche Kubaner verunsichert: Sie haben Angst vor dem Ende einer Epoche. Andere wissen nicht, was ein Neuanfang dem letzten kommunistischen Staat der westlichen Welt bringen würde.