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Belgier gedenken Grubenunglücks von Bois du Cazier

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Belgier gedenken Grubenunglücks von Bois du Cazier

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Im belgischen Bois du Cazier haben mehrere tausend Menschen der bei dem Grubenunglück am 8. August 1956 ums Leben gekommenen Bergleute gedacht. 262 Kumpel waren vor 50 Jahren nach einer Schlagwetterexplosion unter Tage geblieben. Viele von ihnen kamen aus Italien. Das Grubenunglück, eines der größten aller Zeiten, markierte auch das Ende der Einwanderungswelle italienischer Arbeiter nach Belgien. Es war ein Tag wie jeder andere. Früh am Morgen fuhren die Kumpel ein. Gegen acht Uhr brach das Feuer aus, die Männer wurden eingeschlossen – 1000 Meter tief unter der Erde. Die Rettungskräfte suchten zwei Wochen lang nach Überlebenden. Am 23. August konnten sie nur noch vermelden, dass es keine Überlebenden mehr gab. Im nachfolgenden Prozess hieß es, die Wirtschaft dürfe – trotz ihrer Bedeutung für das Gemeinwohl -niemals das Recht auf Leben des Einzelnen gefährden. In ganz Europa wurden nach dem Unglück von Bois du Cazier neue Sicherheitsstandards im Bergbau eingeführt.