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Libanesische Bevölkerung in Tyrus

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Libanesische Bevölkerung in Tyrus

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Die Bewohner der südlibanesischen Hafenstadt Tyrus konnten an diesem 28. Tag der israelischen Luftangriffe ein wenig aufatmen. Mit Erleichterung nahmen sie die Ankündigung einer möglichen Entsendung von 15.000 libanesischen Soldaten in das Grenzgebiet zu Israel auf. Durch die massive Zerstörung der Zugangswege und Brücken geriet Tyrus zunehmend in die Isolation. Ein Schiff vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes konnte die Hafenstadt heute nicht wie geplant anlaufen.

In der Umgebung kam der Verkehr zum Erliegen, nachdem Israel auf Flugblättern mit der Bombardierung von Fahrzeugen gedroht hatten für die Terroristen zu transportieren. Sogar die Krankentransportfahrer wurden angewiesen, ihr Hauptquartier in Tyrus nicht zu verlassen.

Sie habe keine Angst, erklärt eine Libanesin. Aber sie sorge sich darum, wie die Kinder die Bombardierungen verkrafteten. Wenn Israel uns in Frieden liesse, so ein Libanese, könnten wir auch in Frieden mit den Israelis leben. Für viele Libanesen ist es zu spät und zu teuer, die isolierte Hafenstadt zu verlassen. Die Benzinreserven sind erschöpft.