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Weiter israelische Angriffe auf Tyrus

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Weiter israelische Angriffe auf Tyrus

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Die israelische Luftwaffe hat auch an diesem Montag wieder die libanesische Hafenstadt Tyrus bomardiert. Es sieht ruhig aus in manchen Vierteln, gerade so, als sei nichts geschehen. Vor allem im Südosten vermuten die Israelis Hisbollah-Kämpfer, und so sind die Wohnviertel im Westen weitgehend intakt geblieben. Vereinzelt sind die Sirenen von Krankenwagen zu hören, die Verletzte transportieren. Die meisten Einwohner der Stadt sind geflohen, diejenigen, die hier geblieben sind, fühlen sich häufig an das Jahr 1982 erinnert; seinerzeit fielen israelische Bomben auf die hier vermuteten Palästinenser-Stellungen. Das Jamal-Amel-Krankenhaus in Tyrus. Die Ärzte sagen, viele Opfer schafften es nicht bis zum Krankenhaus. Die meisten kämen aus den Dörfern in der Umgebung, und die Transportwege und Brücken seien weitgehend zerstört. Erst am Morgen haben israelische Bomben die letzte Brücke über den Litani zerstört. Tyrus ist nun vom Rest des Landes abgeschintten. Und so bleibt den Zurückgebliebenen nur, ihre Leichen zu bestatten. Sie werden identifiziert und in Särge gelegt. Diejenigen, die niemand wiedererkennt, werden in Massengräbern beigesetzt. Alltag in Tyrus. In besseren Zeiten fallen hier Touristenhorden ein. Pünktlich zur Badesaison.