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Erste Bewohner Nord-Israels verlassen zum Schutz vor Hisbollah-Raketen ihre Städte

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Erste Bewohner Nord-Israels verlassen zum Schutz vor Hisbollah-Raketen ihre Städte

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Israel hat mit der Evakuierung von 17.000 Bewohnern des Norden des Landes begonnen. Am stärksten betroffen von der Massnahme, die die Zivilbevölkerung vor Raketenangriffen der Hisbollah schützen soll, ist die Stadt Kiriyat Shmona. Auch am Mittwoch waren im Norden Israels wieder Warnsirenen zu hören, die Schiiten-Miliz feuerte erneut über hundert Raketen ab, zwei Menschen wurden dabei verletzt.

Der andauernde Konflikt verschärft in zunehmendem Masse die Situation der in Mitleidenschaft gezogenen Zivilbevölkerung. Der Präsident des Internationalen Kommittees des Roten Kreuzes, Jakob Kellenberger, hält sich zur Zeit in Israel auf, um sich bei Minister-präsident Ehud Olmert auch für einen besseren Zugang zur notleidenden Zivilbevölkerung einsetzen.

Bereits zuvor hatte er im Libanon die Konfliktparteien aufgefordert, strikt zwischen Zivilisten und Kämpfern zu unterscheiden. Kellenberger hatte sich im von der Aussenwelt abgeschnittenen südlibanesischen Tyros selbst einen Eindruck verschafft von der Situation vor Ort.

Bei den Gesprächen in Israel nun will Kellenberger auch über das Problem der beiden gefangen genommenen israelischen Soldaten und weiteren Gefangennahmen im Nahost-Konflikt sprechen, so das Internationale Kommittee des Roten Kreuzes.