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Grünes Licht für Ausweitung israelischer Offensive

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Grünes Licht für Ausweitung israelischer Offensive

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Das israelische Sicherheitskabinett hat vier Wochen nach dem Beginn des Krieges im Libanon eine nochmalige Ausweitung der Offensive gegen die Hisbollah beschlossen. Truppen sollten bis zu 30 Kilometer tief auf libanesisches Gebiet vorstoßen, um die Raketenangriffe der Miliz zu stoppen, berichteten israelische Medien heute nach der Sitzung in Jerusalem.

Für die Großoffensive sollen nach israelischen Medienberichten mehrere zehntausend Soldaten in den Südlibanon verlegt werden. Sie sollen bis zum Fluss Litani vorstoßen. Es ist die zweite bedeutende Ausweitung der israelischen Bodenoffensive. Vor der Sitzung hatten mehrere Politiker gefordert, der radikalen Hisbollah entschiedener Schläge zu versetzen. Neun von zwölf Ministern stimmten für den Einsatz, drei enthielten sich der Stimme.

Wie der israelische Arbeitsminister erklärte, soll der Militärschlag etwa einen Monat dauern. Militärexperten befürchten, dass bei dem Einsatz 300 bis 500 israelische Soldaten sterben könnten. Erst heute Morgen wurden bei Gefechten im Südlibanon gut ein Dutzend israelische Soldaten verletzt.

Nach eigener Aussage kontrolliert Israel bislang eine bis zu sieben Kilometer tiefe Sicherheitszone, die 20 Dörfer umfasst. Das israelische Militär stösst aber noch wie vor auf starke Gegenwehr der Hisbollah-Kämpfer.