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Israel berät über Ausweitung der Offensive

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Israel berät über Ausweitung der Offensive

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Das israelische Sicherheitskabinett hat heute morgen Beratungen über eine Ausweitung der Bodenoffensive im Süden Libanons begonnen. Israelische Medien berichteten, ein Plan sehe vor, insgesamt etwa 30 000 Soldaten in das umkämpfte Gebiet zu verlegen, die dort Raketenstellungen und Waffenlager der Hisbollah zerstören sollen.

Ein verstärktes militärisches Vorgehen gegen die Hizbollah-Miliz findet offenbar die Zustimmung einer Mehrheit der zwölf Mitglieder des Sicherheitskabinetts und des israelischen Verteidigungsministers Amir Peretz. Ministerpräsident Ehud Olmert sprach sich jedoch bislang gegen eine Ausweitung der Offensive aus, die zu schweren Verlusten in der Armee und zu Komplikationen mit der internationalen Gemeinschaft führen könnte. Bei dem Einsatz sollen Bodentruppen auf beiden Seiten des Litani-Flusses stationiert werden, der 20 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze verläuft.

Befürchtungen eines Militärvertreters zufolge könnten bei der Operation 300 bis 500 israelische Soldaten getötet werden. Erst heute morgen wurden bei Gefechten im Südlibanon erneut 15 israelische Soldaten verletzt. Derweil erhöht sich der Druck auf die libanesische Bevölkerung. Die israelischen Streitkräfte verhängten in der Nacht ein zeitlich unbeschränktes Fahrverbot und drohten auf Flugblättern mit der Bombardierung von Fahrzeugen.