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Humanitäre Lage im Südlibanon spitzt sich zu

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Humanitäre Lage im Südlibanon spitzt sich zu

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Während sich israelische Truppen und Hisbollah-Kämpfer an der Grenze weiterhin erbitterte Gefechte liefern, wird die humanitäre Lage im Südlibanon immer dramatischer. Katastrophal ist vor allem die medizinische Versorgung. In den Krankenhäusern fehlt es zunehmend an Nahrungsmitteln und anderem Zubehör. Die Benzinreserven sind grösstenteils erschöpft, Brücken und Zufahrtsstrassen zerstört.

Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, zeigte sich ernsthaft besorgt. Der Libanon sei in Hinsicht auf die humanitären Versorgungswege einer der schlimmsten Orte der Welt, sagte Egeland heute in Genf. Über Hunderttausend Menschen seien von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Eine traurige Realität, denn die beiden Konfliktparteien, die Hisbollah und Israel, könnten den Zugang im Handumdrehen freigeben. Schon vier Krankenhäuser hätten wegen Treibstoffmangels schließen müssen, fügte Egeland hinzu.

Ein weiteres Problem für den Transport von Verletzten und Hilfsgütern ist die Drohung Israels, sämtliche Fahrzeuge zu bombardieren, die in der Region südlich des Litani-Flusses unterwegs seien. Israel will damit vermeiden, dass die Hisbollah mit Waffenlieferungen versorgt wird. Am Montag waren bei Luftangriffen auf einen UN-Konvoi drei Menschen getötet worden.