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Madrid mobilisiert Elitesoldaten gegen Waldbrände

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Madrid mobilisiert Elitesoldaten gegen Waldbrände

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Galizien brennt seit einer Woche, und ein Ende ist nicht absehbar. Tausende von Feuerwehrleuten und Soldaten haben das Flammeninferno im Nordwesten Spaniens nach sieben Tagen noch nicht unter Kontrolle gebracht. Am Donnerstagnachmittag loderten nach Angaben der Behörden 114 Brandherde. 66 davon waren noch nicht unter Kontrolle. Am Vortag hatte die Katastrophe mit einer Rekordzahl von 150 Waldbränden einen Höhepunkt erreicht.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodr¡guez Zapatero gab die Entsendung einer Eliteeinheit des Militärs in das betroffene Gebiet bekannt. 1200 Soldaten des Heeres und der Luftwaffe begannen damit, die Wälder zu überwachen. Sie sollen neue Feuerstellen frühzeitig aufdecken und Brandstifter abschrecken.

Die Richter würden gegen die Kriminellen mit der nötigen Härte vorgehen, sagte der Regierungschef in Santiago de Compostela. 14 mutmaßliche Brandstifter seien bislang festgenommen worden. In der Hafenstadt Vigo ließen sich Dutzende Einwohner wegen Atembeschwerden behandeln. Die größte Stadt Galiziens ist seit Tagen in eine Qualmwolke gehüllt.

Im benachbarten Portugal hat sich die Situation dagegen massgeblich verbessert. Dort waren bis zum Nachmittag lediglich fünf Brände noch nicht unter Kontrolle. Rund 170 Feuerleute waren im Einsatz.